Frauenfrühstück

Veranstaltungs-Info

Beim Frauenfrühstück nehmen wir uns Zeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und auf interessante Themen von unseren Referentinnen zu hören. Kinderbetreuung wird angeboten.

TERMIN: Jeden ersten Donnerstag im Monat von 9:00 bis 11:00
ORT: Gemeinschaftshaus
KONTAKT: Lydia Betz, 09174-48919 / Ruth Wießmeier, 09173-1471 / Karin Kühn, 09173-795755

ENTSTEHUNG

Eine Gruppe junger Frauen in Zürich lud 1983 zum ersten Mal zu einem Frühstück für Frauen ein. 1984 wurde die Idee von Frauen in Deutschland übernommen. Mittlerweile gehört es in über 220 Städten und Gemeinden zum festen Programm. Musik, Erfahrungsberichte und Referate sind Bestandteile der Treffen und wollen zum Nachdenken und gegenseitigem Gedankenaustausch anregen. Träger ist der gemeinnützige Verein Frühstückstreffen für Frauen in Deutschland e.V.

Die Einladung richtet sich an Frauen, die der Glaube an Jesus Christus verbindet. Das Frauenfrühstück ist bewusst ökumenisch ausgerichtet und konfessionell nicht gebunden.

Vorbereitet und ausgerichtet wird es jeweils von einem ehrenamtlichen Team.
Foto links: Unser Frauenfrühstücks-Team bei der Vorbereitung (gerade Denkarbeit).

RÜCKBLICKE & JUBILÄUM

Frauenfrühstück in Steindl feierte mit buntem Programm 20-jähriges Bestehen

Freie Plätze? Fehlanzeige! Sogar ein Zusatztisch musste schnell noch gedeckt werden damit etwa 100 Frauen und zwei Männer einen Frühstücksplatz bekamen.

Mit einem bunten Programm unter der Überschrift „Gott sei Dank!“ hat das Frauenfrühstück im Haus der Landeskirchlichen Gemeinschaft in Steindl sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Zu diesem besonderen Frühstück konnte Gemeinschaftsprediger Christian Hertel aus Roth drei Ehrengäste begrüßen: Ursula Klobe überbrachte die Grüße der Marktgemeinde Thalmässing. Sie vertrat Bürgermeister Küttinger gern, weil dieser meinte, dass für diesen Anlass eine Frau besser passen würde. Christa Horst, Referentin für Frauenarbeit aus Gunzenhausen, erwähnte in ihrem Grußwort schmunzelnd, dass sie ganz entspannt nach Steindl gefahren wäre, weil sie dieses Mal keinen Vortrag halten müsse. Und Pfarrer Thomas Lorenz aus Eysölden verriet in seinem Gruß, dass es ihn als Theologen gereizt hätte, in der Bibel nach dem Wort „Spitzenreiter“ zu suchen. So war er nämlich im Pressevorbericht bezeichnet worden, weil er der häufigste Referent (17 Mal) beim Frauenfrühstück war.

Nach dem Frühstück folgte kein Referat wie üblich, sondern interessante Einzelbeiträge. Eine Bildpräsentation ließ die Zuschauer an vielen Ereignissen der letzten 20 Jahre teilhaben. Eine weitere stellte das Mitarbeiter-Team bei seiner Arbeit und seinen Freizeit-Ausflügen vor. Dann berichteten acht Team-Frauen kurz und humorvoll von ihren persönlichen Erlebnissen und Herausforderungen beim Frauenfrühstück. Lydia Fuchs aus Laffenau brachte beispielsweise eine Referentin in Erinnerung, die immer eine sehr große Tasche mitgebracht hatte. Was niemandem aufgefallen war verriet sie jetzt: In der Tasche befand sich der Hund der Rednerin. Auch erinnerte man sich gerne an die Rednerin Marie-Louise Fürstin zu Castell-Castell im Jahr 2002, die trotz ihrer damals 70 Jahre mit einem schnittigen Sportwagen aus Unterfranken anreiste. Diese verteidigte den Gebrauch der auffälligen Karosse als Geschenk ihres Mannes. Ruth Wießmeier aus Stauf gab zu, dass sie alle schon öfters geschwitzt hätten, weil der „blöde Computer“ bei mitgebrachten Präsentationen von Referenten nicht immer sofort gewollt hatte. Lydia Betz aus Pyras gelang es ihre Teamkolleginnen mit Blumen und einem kleinen Geschenk zu überraschen. Mit den Worten „Frau braucht immer eine Tasche!“ überreichte sie grellbunte Stofftaschen. Darin hatte sie symbolträchtige Kleinigkeiten zum „Überleben“ eingepackt, zum Beispiel Hustenbonbons für die Stimme, Taschentücher für alle Fälle und Süßigkeiten für neue Energie. Doris Polinski drückte ihren Dank an „die Macher des Frauenfrühstücks“ durch ein Lied aus. „Schön, dass es euch gibt!“ sang sie am Keyboard nach einem Song des gebürtigen Hilpoltsteiner Künstlers Jo Jasper. Auch mit viel Beifall bedacht wurde ein selbstgetexteter Frauenfrühstücks-Song nach der bekannten Melodie des Bolle-Liedes. Darin wurden in zehn Versen humorvoll die gemeisterten Pleiten der „nicht antiquierten“ Team-Frauen aufs Korn genommen. Begeistert sangen die Zuhörer den Refrain mit: „Aber dennoch hab‘n die Frauen, sich köstlich amüsiert!”

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Das Steindler Frauenfrühstück wird 20 Jahre alt

Schon viele Jahre treffen sich Frauen aus der Region zum gemeinsamen Frühstück mit Vortrag im Gemeinschaftshaus der Landeskirchlichen Gemeinschaft in Steindl. In diesem Jahr, am Donnerstag, den 3. März feiert das Frauenfrühstück sein 20-jähriges Bestehen unter dem Motto „Gott sei Dank!“ Für dieses Jubiläums-Frühstück hat das Team ein buntes Programm vorbereitet.

Zum ersten Treffen wurde am 7. März 1995 eingeladen. „Geburtshilfe“ leistete dabei Gudrun Wulff, die Frau des damaligen Gemeinschaftspredigers. Sie beriet sich mit einigen Frauen, die heute noch im Mitarbeiter-Team sind, wie man „etwas für Frauen“ regelmäßig gestalten könnte. Monatlich, und an einem Donnerstag in der Früh konnte man sich ein Frühstückstreffen für Frauen auf dem Land gut vorstellen. Der Samstagfrüh schied aus, weil da Männer und Schulkinder zu Hause sind und die Frauen wenig Zeit haben. In den Monaten August und September wurde eine Sommerpause eingeplant. Für das Referat im Anschluss an das Frühstück hörte man sich nach geeigneten Referenten/innen um und fragte sie an. Die Vorträge sollten vor allem praktische Lebenshilfe bieten, aus eigenen Erfahrungen oder aus den Fachgebieten der Vortragenden.

So kam man bis zum Jahr 2011 auf zehn Frauenfrühstücke pro Jahr. Ab der Zeit hat man das Frauenfrühstück des Monats Juni durch einen Buffet-Abend ersetzt, an dem auch die Männer mitgebracht werden können. Statt Kaffee gibt es ein warmes Menü, pikant bis deftig. Kein Party-Service! Nein, die Frauen des Teams bereiten alles selbst zu und bauen ein geschmackvoll dekoriertes Buffet auf.

Auf Dekoration wird beim Frauenfrühstück schon von Anfang an großer Wert gelegt. Von den weißen Tischdecken – die ein absolutes Muss sind – bis zu Kerzen und Gestecken: Das Team zaubert die schönsten Dekorationen, überwiegend aus heimischen Pflanzen und Blumen. Das soll allen Besucherinnen ein „Herzlich willkommen!“ signalisieren. Neben dem Genuss für die Augen soll eine festliche Stimmung vermittelt werden, in der auch die Seele aufatmen kann. Viel Liebe wird in die Deko hineingelegt. Das sollen die Besucherinnen spüren.

Um auch Müttern mit kleinen Kindern eine kurze Verschnaufpause zu gönnen, werden Kinder während des Vortrags extra betreut. Soweit noch nicht vorhanden bringen Mitarbeiterinnen interessantes Spielzeug und Bilderbücher von zuhause mit. Diese Betreuung hatte man schon bald als notwendig erkannt, weil Kleinkinder ihr ganzes Umfeld samt Vortragenden gehörig nerven können. Diesbezüglich als praktisch erweist sich auch ein unlängst eingeführter Mutter-Kind-Tisch, der nah am Ausgang, und weiter weg vom Rednerpult platziert ist. Notfalls können Mütter mit Krabbel- oder Still-Kindern den Vortrag per Videokamera live in einem separaten Raum mitverfolgen.

Die Liste mit den Themen der vergangenen Frauenfrühstücke ist lang. 197 Frauenfrühstücke und fünf Buffet-Abende fanden bisher statt. Von den 83 verschiedenen Referenten/innen waren viele schon mehrfach in Steindl. „Spitzenreiter“ ist Pfarrer Lorenz aus Eysölden, der seit dem Jahr 2000 jeweils im Januar über die neue Jahreslosung spricht. Somit kommt er bis jetzt auf 17 Einsätze. Ihm folgt Christa Horst aus Gunzenhausen, die bereits 14-mal aus ihrem reichen Erfahrungsschatz berichten konnte. Unter den Vortragenden waren auch mehrere Ehepaare, prominente Buchautorinnen aus ganz Deutschland und sogar eine „leibhaftige“ Gräfin.

Teamarbeit

Zum derzeitigen Mitarbeiter-Team zählen neun Frauen aus der Steindler Umgebung. Neben ihrem Familienalltag planen und arbeiten sie zusammen, feiern aber auch und leben miteinander. Lydia Betz aus Pyras verrät: „Wir laden uns gegenseitig immer zu unseren Geburtstagen ein.“ Außerdem führen sie jährlich einen Team-Wochenend-Ausflug durch, wo sie es sich gut gehen lassen und natürlich „nebenbei“ schon wieder in die Zukunft planen. Nicht nur der gute Teamgeist motiviert die Frauen. Auch die positiven Rückmeldungen von Besucherinnen spornen sie an. „Man kann immer etwas mitnehmen!“ bekommen sie öfters zu Gehör. Außerdem starteten sie schon zwei schriftliche Umfragen, in denen Wunschthemen abgefragt wurden. Auch bei den Bewertungen wurde die gute Atmosphäre in Haus und Team gelobt.

Nach Problemen befragt müssen die Frauen erst einmal länger überlegen. Dann fallen ihnen natürlich etliche heikle Situationen aus der Vergangenheit ein. Karin Kühn aus Eysölden schmunzelt, als sie an eine Kinderbetreuung denkt, bei der ein Kind mit der Schere echt Friseur spielen wollte. Das gab natürlich Tränen des Protests bei den kleinen Mitgespielinnen mit längeren Haaren. Der Puls stieg auch höher, wenn Referentinnen den Termin verschwitzt hatten oder kurzfristig wegen Grippe absagen mussten. Rettung in dieser Not waren Ersatzvorträge auf Video oder CD, die ganz kurzfristig beschafft und zum Laufen gebracht werden mussten.

Mit Galgenhumor erinnert sich Lydia Betz an eine Kinderärztin, die so in ihren Vortrag vertieft war, dass sie das Zeitlimit erbarmungslos überschritt. Schweren Herzens – jedoch zur allgemeinen Erleichterung – wagte sie einen eindeutigen Wink, worauf die Referentin erschrak und ohne Umschweife zum Schluss kam.

Nicht gerade ein Problem, aber etwas schwierig war und ist manchmal die Abschätzung der Besucheranzahl, weil in Steindl bewusst keine Anmeldung verlangt wird. Peinlich wäre es, wenn die vorbestellten backfrischen Semmeln oder das selbstgemachte Müsli nicht reichen würden. Aber auch ein kräftiges Zuviel wäre schade. Doch die Frauen sind stolz, dass sie es aus der jahrelangen Erfahrung heute meist sehr gut „hinbekommen“. Je nach Jahreszeit und Wetter  schwankt die Anzahl der Gäste zwischen 60 und 90.

Wie es denn mit der Zukunft des Frauenfrühstücks aussähe? Lydia Betz meint gelassen: „Solange wir noch können und genügend Besucherinnen Interesse haben machen wir in unserer Art weiter. Die junge Generation nach uns kann aber gern etwas völlig Neues machen – so, wie halt dann die Bedürfnisse sind.“

Nachfolgende Medien auf dieser Seite sind (im Original) nicht Eigentum der Landeskirchlichen Gemeinschaft:

  Artikel-Quelle: Hilpoltsteiner Zeitung / Nürnberger Nachrichten